Gaza: Der böse, böse Nachbar

Von ROLF VERLEGER, 5. Januar 2009 -

Was würden Sie tun – so schrieb am 31.12. die israelische Geschichtswissenschaftlerin Prof. Fania Oz-Salzberger in der FAZ – wenn Ihr Nachbar immerzu Steine und Molotowcocktails auf Ihre Wohnung wirft? Würden Sie nicht irgendwann zum Gewehr greifen, um diesem Treiben ein Ende zu machen? Und wenn sich der Nachbar mit seinen Kindern umgibt, damit Sie ihn nicht treffen, würden Sie dann nicht irgendwann ein Gewehr mit Zielfernrohr nehmen?
Just so wie dieser Nachbar verhalte sich die Hamas in Gaza, wenn sie israelische Städte mit ihren Sprengstoffraketen beschieße. Daher sei der jetzige Krieg Israels gegen Gaza ein gerechter Krieg.

Ich bin Frau Oz-Salzberger für dieses Beispiel mit dem Nachbarn sehr dankbar. Denn daran kann man vieles anschaulich klarmachen. Nennen wir der Einfachheit halber Sie und Ihre vom bösen Nachbarn so gemein terrorisierte Familie die Hausbesitzer und betrachten nun die merkwürdigen Verhältnisse im Wohnblock. Die Nachbarswohnung ist Gaza.

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Feigheit vor dem Freund

Kommentar über "zweierlei Maß" vom Fuße des Blauen
Feigheit vor dem Freund
Von Evelyn Hecht-Galinski

Kanzlerin Merkel empfindet Ekel und Abscheu nach dem schrecklichen Attentat in Ägypten,
begangen an koptischen Christen. Das schrieb sie an Präsident Mubarak. Auch ich
verabscheue dieses Attentat. Aber sind nicht auch Abscheu und Ekel zu empfinden vor einer
Diktatur des Regimes Mubarak und seines fürchterlichen Sicherheitsapparates? Wurde nicht
El Baradei zum Weggang vor der Wahl, zum Weggang aus Ägypten „genötigt“? War es nicht
eine Farce, diese ägyptischen Wahlen widerspruchslos hinzunehmen, aber die „demokratisch
gewählte Hamas-Regierung“ in Gaza zu negieren und angebotene Verhandlungen
auszuschlagen? Unsere Christliche Leit/Leid-Kultur mit Kriegen im Irak, Afghanistan,
Pakistan und Jemen einzuführen, das rächt sich jetzt.

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